Phlogenzym in der Behandlung der Periarthropathia humeroscapularis tendopathica simplex
Klein G.1,2, Kullich W.2, Brugger A.1
1 Sonderkrankenanstalt für rheumatische Erkrankungen und
Herz-Kreislaufkrankheiten der PVArb., Saalfelden
2 Ludwig Boltzmann Institut für Rehabilitation interner Erkrankungen,
Saalfelden
Arzt & Praxis 1997, 51. Jahr., Heft 781, pp. 879-885
PZ 10 (3-12-2)
In einer doppelblind randomisierten Studie wurden 40 patienten mit der weichteilrheumatischen Erkrankung Periarthropathia humeroscapularis tendopathica simplex (PHS) mit dem oralen Enzympräparat "Phlogenzym" bzw. Dem nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAR) Diclofenac behandelt. Die Dauer der antirheumatischen Therapie betrug 3 Wochen. Das Enzympräparat erwies sich bezüglich der Verbesserung der Schulterbeschwerden in globalen Summenscore dem Vergleichpräparat Diclofenac als gleich wirksam oder überlegen. Ruheschmerz, Schmerz bei aktiver Bewegung, Druckschmerz und Nachtschmerz besserten sich in beiden Behandlungsgruppen deutlich. Bis auf den Parameter "Funktionseinschränkung" waren die Enzyme dem NSAR vergleichbar oder überlegen. Die sehr gute Verträglichkeit des Enzymkombinationspräparates wurde mit Hilfe von messungen der Pepsinogene A und C objektiviert. Bei der Untersuchung der Pepsinogene, welche als Mab für gastroduodenale Nebenwirkungen herangezogen wurden, schnitt das Enzympräparat besser ab als das ohnehin schon sehr gute NSAR Diclofenac. In der Beurteilung der Wirksamkeit durch Arzt oder Patient unterschieden sich die beiden Prüfpräparate nicht signifikant. Trendmäbig zeigte sich jedoch ein Vorteil der Enzymtherapie.
Stichworte: Enzymtherapie, Periarthropathia humeroscapularis, Schulterschmerz, Pepsinogen