Mulsal® zur Behandlung der Spondylitis ankylosans (M. Bechterew)

Wirksamkeit und Verträglichkeit
Studien-Nr.: MU-89001
Randomisierte doppelblinde Parallelgruppenstudie gegen Indometacin
Integrierter biometrisch-medizinischer Abschlußbericht Gemäß FDA- und CPMP-Richtlinien

Leiter der Studie: Prof. Dr. med. Klaus-Michael Goebel

Rheumaklinik Sebastian-Kneipp-Straße, W-3551 Bad Endbach, Germany

Auswertung durch: MUCOS Pharma GmbH & Co, Abt. Klinische Forschung, Alpenstraße 29, W-8192 Geretsried 1, Germany


Zusammenfassung

Die vorliegende Studie war als prospektive randomisierte klinische Doppelblindstudie mit parallelen Gruppen und aktiver Kontrolle angelegt. Es sollte geprüft werden, ob MULSAL® bei Spondylitis ankylosans eine mit Indometacin vergleichbare Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit besitzt.

40 Patienten mit Spondylitis ankylosans - manifest im Sakral-, Lumbal-, Thorakal- und/ oder Zervikalbereichwurden in die Studie aufgenommen. Alle Patienten waren auswertbar.

Die Studie wurde geleitet von Prof. Dr. med. Klaus-Michael Goebel, Rheumaklinik, Sebastian-Kneipp-Straße, D-3551 Bad Endbach.

Die Patienten sollten im ersten Monat in der Enzymgruppe pro Tag entweder 4x8 Dragees MULSAL® plus 2x1 Kapsel Placebo und ab dem zweiten Monat täglich 4x6 Dragees MULSAL® plus 2x1 Kapsel Placebo einnehmen. In der Indometacingruppe sollten die Patienten im ersten Monat pro Tag entweder 4x8 Dragees Placebo plus 2x1 Kapsel Indometacin à 50 mg und ab dem zweiten Monat täglich 4x6 Dragees Placebo plus 2x1 Kapsel Indometacin à 50 mg einnehmen, wobei die Zuteilung randomisiert erfolgte ("double dummy"-Methode). Die Therapie wurde über sechs Monate durchgeführt.

Sowohl in der Enzymgruppe als auch in der Indometacingruppe waren 75,0% der Patienten Männer und 25,0% Frauen. Die Gruppen waren zu Beginn der Studie in bezug auf Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht, Diagnose, Status, Schwere und Dauer der Erkrankung und Vorbehandlung vergleichbar.

Als Hauptkriterium für die statistische Auswertung wurde die Ausprägung des Summenscores der Schmerzbewertungen bei Therapieende herangezogen. Als Nebenkriterien dienten die Besserung klinischer Symptome und die relevanten Laborparameter.

Für die geprüften Haupt- und Nebenkriterien war nach sechs Monaten Therapie ein Vorteil zugunsten der Enzymtherapie erkennbar. Für den Ruheschmerz, Bewegungsschmerz aktiv, Nachtschmerz, morgendlichen Anlaufschmerz und den Summenscore konnte eine statistisch signifikante Besserung gezeigt werden (p<0,05). Bei den anderen geprüften Variablen zeigte sich ein Trend zugunsten der Enzymtherapie. Bei den Laborwerten traten durch die Prüfpräparate keine relevanten Veränderungen auf.

Die Wirksamkeit der Präparate wurde subjektiv durch den Arzt nach sechs Monaten Therapie in der Enzymgruppe mit 2,9 ("mäßig") und in der Indometacingruppe mit 3,2 ("mäßig") und von den Patienten in der Enzymgruppe mit 2,2 ("gut") und in der Indometacingruppe mit 2,6 ("gut" bis "mäßig") bewertet. Die Signifikanzgrenze zugunsten der Enzymtherapie wurde im Urteil des Arztes nur knapp verfehlt (p = 0,051), im Urteil des Patienten erreicht (p = 0,02). Die Verträglichkeit der Prüfpräparate wurde sowohl vom Arzt als auch von den Patienten in der Enzymgruppe mit "gut" und in der Indometacingruppe mit "mäßig" bewertet. Dieser Unterschied war signifikant (p=1,9 x 10-6 Arzturteil, p=1,8 x 10-6 Patientenurteil). Nebenwirkungen traten weder in der Enzymgruppe noch in der Indometacingruppe auf.