Die Therapie des Herpes zoster mit proteolytischen Enzymen

Bartsch W.

Waldsanatorium Urbachtal und Klinik, Neukirchen

Acta medica empirica 1983, No. 3, pp. 122-124

WE 22 (19-02-2)


Hier konnten wir beobachten, daß Patienten, die eine Herpes-zoster-Erkrankung von außerhalb mitbrachten, durch die Behandlung mit proteolytischen Enzymen eine wesentlich abgekürztere Behandlungszeit hatten und vor allem die postzosterischen Neuralgien bei ihnen nicht auftraten. Daraufhin begannen wir mit einer Pilotstudie, indem Patient Nr. 1, 3, 5 und 7 usw. nach dem bisherigen Therapieschema behandelt wurden und Patient 2, 4, 6, 8 usw. mit hochdosierten Gaben von proteolytischen Enzymen.
Es standen uns seinerzeit Ampullen mit proteolytischen Enzymen und Dragees zur Verfügung.
Als Diskussionsparameter wurde das Neuauftreten oder Abheilen der zosterischen Effloreszenzen, das Zunehmen oder Nachlassen des neuritischen Schmerzes, die BSG und die Anzahl der im Blut vorhandenen T-Lymphozyten gewertet. Wir injizierten den Patienten 3 x tägl. 1 Amp. i. m. und gaben 8-10 Drg. per os. Sekundäre Schmierinfektionen wurden in der üblichen Art mit Salben behandelt.