Grundlagenuntersuchung zur Enzymtherapie bei Immunkomplexkrankheiten
Steffen C. und Menzel J.
Institut für Immunologie (Vorstand: Prof. Dr. C. Steffen) der Universität Wien
Wiener klinische Wochenschrift 1985, Jahrgang 97, Heft 8, pp. 3-11
MU 5 (3-04-1)
Englische version hier
Zusammenfassung
Die Ergebnisse von mehreren In-vitro-Untersuchungen sowie von Tierexperimenten werden
angeführt, die als Grundlagenuntersuchungen für eine Enzymtherapie der rheumatoiden
Arthritis und allfälliger anderer Immunkomplexkrankheiten bewertet werden können: Eine
zumindest teilweise stattfindende intestinale Resorption von großmolekularen, radioaktiv
markierten Enzymen, die oral appliziert worden sind, konnte bei Meerschweinchen und
Kaninchen beobachtet werden. In In-vitro-Untersuchungen mit 4 Typen von präformierten
Immunkomplexen, die mit verschiedenen Konzentrationen eines therapeutisch verwendeten
Enzymgemischs inkubiert worden waren, konnte der dosisabhängige Abbau der Komplexe
bewiesen werden. Die antigeninduzierte experimentelle Arthritis von Kaninchen, die mit
einem Enzymgemisch zu verschiedener Zeit und in verschiedener Dosierung gefüttert worden
sind, wurde in Abhängigkeit von der Dosis und dem Zeitpunkt der Fütterung deutlich
gehemmt. Alle diese Befunde weisen darauf hin, daß eine hohe Dosierung sowie eine
häufigere Applikation der Enzymtherapie günstig erscheint, da die Wirkungszeit begrenzt
sein dürfte.
Schlüsselwörter: Enzymtherapie, Immunkomplexabbau durch Enzyme,
experimentelle Arthritis, Hemmung durch Enzyme.