Enzymabbau von Immunkomplexen

Steffen C., Menzel J.

Institut für Immunologie der Universität Wien

Zeitschrift für Rheumatologie 1983, Vol. 42, pp. 249-255 

MU 2 (3-02-2)


Zusammenfassung auf Englische


Zusammenfassung: Als Modell von Immunkomplexen, wie sie insbesondere bei rheumatoider Arthritis und Kollagenosen vorkommen, wurden 4 der Heidelberger Kurve entsprechende Typen in vitro hergestellt:

Immunkomplexe des starken und mäßigen Antigenüberschusses sowie des starken und mäßigen Antikörperüberschusses. Diese Immunkomplexe wurden mit einem Enzymgemisch bzw. Papain oder Pankreatin als wesentliche Komponente des Gemisches in ansteigender Konzentration inkubiert. Die Immunkomplexkonzentration wurde vor und nach Inkubation mittels eines Solid-Phase-Clq-RIA bestimmt. Komplexe des Antigenüberschusses wurden bereits von kleinen Enzymdosen (5-10 mg%) zu 90% abgebaut, bei 80 mg% totaler Abbau. Komplexe des Antikörperüberschusses wurden mit zunehmender Enzymkonzentration graduell zunehmend bis zum totalen Abbau bei 80 mg% gespalten. Die Einzelenzyme zeigten eine geringere abbauende Aktivität als das Enzymgemisch. Obwohl Enzyminhibitoren in den Immunkomplexe enthaltenden Ansätzen noch vorhanden waren, führten die gleichzeitig vorhandenen Enzyme zum Abbau der Immunkomplexe. Die Resultate der in-vitro-Untersuchungen werden im Hinblick auf Enzymtherapie diskutiert.